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  Anhang 4 - Fortsetzung
 

3. Durchführung
A. Impfvorbereitung und Transport:
Das Impfmittel wird unter der Aufsicht von Robin Lyda, ZooMontana, Billings, Montana vorbereitet und unter der Erlaubnis des Food and Drug Administration, FDA, zum Einsatzort im Feld transportiert. Jeder Transport des Impfmittels PZP wird gem. der Anforderung des FDA dokumentiert und in der Verwaltung des ZooMontana festgehalten. Auf der PMWHR wird das Impfmittel auf Trockeneis gefroren gelagert.

B. Auswahl des jeweiligen Tieres:
Die ausgewählten Tiere wurden bereits vorher durch das BLM Personal identifiziert und in der EA # MT-010-05-16 festgehalten. Die Zahl und Identität der Tiere wird auf der Basis eines vorherbestimmten Wohlwollens der Tiere bestimmt. Alle zu behandelnden Tiere werden weiblich und mindestens ein Jahr alt sein. Sollte die Identifikation eines Pferdes in Frage stehen, so wird dieses Tier nicht behandelt. Die letztendliche Entscheidung obliegt dem Darter und dem Angestellten des BLM als Identifizierender.

C. Anlieferung des Impfmittels:
Zur Auslieferung kommen 1.0 cc Pneu-Darts mit 1,5“ stachelfreien Nadeln. 0,5 cc des Impfmittels PZP (in sterilem Wasser) wird emulsioniert mit 0,5 cc eines Hilfsmittels und in die Pfeile (Darts) geladen, sobald eine spezifische Stute identifiziert wurde. Stuten, die bisher noch nicht behandelt wurden, werden mit PZP + dem Hilfsmittel Freund´s Komplett (oder Freund´s modifiziert) behandelt, während Stuten, die bereits behandelt wurden, mit dem Hilfsmittel Freund´s Inkomplett behandelt werden. Nur ernannte Darter mischen und bereiten den Mix aus Impfmittel/Hilfsmittel vor. Diese Impfl-/Hilfsmittel-Emulsion wird erst unmittelbar vor deren Verwendung im Feld in die Pfeile geladen und dann verschossen.
Falls notwendig, wird der BLM Wildpferde-Spezialist diese autorisierten Personen prüfen, um die Operationen auf der PMWHR zu führen. Es kommen nur autorisierte Personen zum Dart-Einsatz, die daran ausgebildet wurden und eine erfolgreich dokumentierte Teilnahme an Dart-Operationen an Wildtieren in freier Wildbahn vorweisen können und somit die besondere Erlaubnis des Wildpferde Spezialisten des BLM haben.
Die Entscheidung ein Pferd zu darten obliegt nur dem Darter. Die Möglichkeit, ein Pferd an einem bestimmten Punkt zu einer bestimmten Zeit und Lokation zu treffen, wird die Entscheidung entsprechend beeinflussen. Sicherheit für Mensch und Tier steht jedoch im Vordergrund, bei der Entscheidung eine Stute zu darten. Das Dan-Injektions-Gewehr wird nicht bei Entfernungen von über 30 m benutzt, oder wenn sich Personen in diesem Radius befinden. Ist ein Dartversuch nicht unternommen worden, so ist die Waffe zu entladen und der Pfeil in einem Poly-Schaumbehälter weiterzutransportieren. Sollte ein Pfeil nicht innerhalb von zwei Stunden nach dem Laden verbraucht sein, so ist der Inhalt in einen neuen Pfeil zu geben, bevor dieser wieder verwendet werden soll. Sollte der Pfeil nicht vor Ende des Tages verwendet werden, so ist der Pfeil kühl zu lagern und der Inhalt in einen neuen Pfeil zu geben für eine Verwendung am nächsten Tag. Gefrorene Pfeile werden im Feld nicht verwendet.
Die Verwendung des Pneu-Dart Gewehrs wird im Feld am meisten bevorzugt. Sicherheit ist auch hier wieder das oberste Gebot. Nur Ladungen mit geringer Geschwindigkeit (braun) oder mit mittlerer Geschwindigkeit (grün) werden in diesem Projekt verwendet. Die Waffe wird solange ungeladen getragen, bis ein zu behandelndes Pferd identifiziert wurde. Es werden keine Versuche unternommen, bei einer Entfernung von über 50 m, oder wenn sich Personen innerhalb eines 90 Grad Winkels zum Pferd aufhalten.
Nur Hüft- und Gluteale Partien des Pferdes sind akzeptable Ziele. Es werden keine Versuche unternommen, bei starkem Wind, oder wenn die Hüft/Gluteal-Partie ver-fehlt und die Rippenpartie getroffen werden könnte. Der perfekte Winkel wäre, wenn der Pfeil die Haut des Pferdes in einem 90 Grad Winkel treffen würde. Sollte sich ein Pferd aus der Beschusszone herausbewegen, und es erscheint, dass ein sofortiger Wiederholungsversuch aussichtslos sei, so ist die Waffe zu entladen, (Treibladung und Pfeil) und sicher zu verstauen. Sofort nach dem Abfeuern der Waffe ist die leere Treibladungshülse zu entnehmen und die Klappe des Pfeil-lagers zu öffnen. Nach der Nutzung der Waffe im Feld ist diese jeden Morgen auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu überprüfen.
Es wurde vorgeschlagen, dass nicht mehr als zwei Personen bei der Durchführung des dartens anwesend sind. Die zweite Person ist dafür verantwortlich, die abgefeuerten Pfeile zu lokalisieren. Die zweite Person ist auch dafür verantwortlich, das richtige Pferd zu identifizieren und Zuschauer auf eine sichere Distanz zu halten. Die sichere Distanz wird bestimmt von den jeweiligen Bedingungen zum Zeitpunkt des Dartens, dem zu behandelnden Tier und der Örtlichkeit.
Müdigkeit ist ein Problem der Darter. Sicheres behandeln der Tiere erfordert einen klaren Verstand, um Entscheidungen zu treffen über veterinäre Fürsorge, fürsorgliches Denken und geeignete Verantwortung. Müdigkeit wird nicht unge-wöhnlich sein, in Folge der Stunden in dem Habitat den Pferden nachzustellen. Es ist in der Verantwortung des Darters zu entscheiden, wann die Arbeit in Folge der Ermüdung von Team-Mitgliedern beendet werden soll. Das Wetter kann ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, ebenso wie starke Winde, beide können legitime Gründe sein, die Operation zu stoppen. Die endgültige Entscheidung trifft der Darter.
Soweit als möglich soll das Darten in einer diskreten Art und Weise durchgeführt werden. Sollte das Darten in Sichtweite eines Nichtteilnehmers oder Bürgers stattfinden, so ist dieser Person eine eigens hierfür vorgesehene Erklärung über die Natürlichkeit dieses Projektes unmittelbar vor dem Abschuss oder sofort danach auszuhändigen. Kopien dieser einseitigen Erklärung über dieses Projekt sind von den Teilnehmern mitzuführen und bei jeder Gelegenheit einem Nichtteilnehmer des Projektes auszuhändigen.

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